Vorbereitung

In Vorbereitung für Euch

Wir arbeiten im Moment sowohl an unserer Anerkennung als Hochschule, sowie an der inhaltlichen Ausgestaltung der Programme. Für den Start unserer Arbeit als offizielle Hochschule haben wir uns folgendes vorgenommen:

Orientierungskurs Future Essentials

Fragen nach dem geeigneten Studium und dem geeigneten Beruf begleiten uns ein Leben lang. Die Schnittstelle zwischen meinen persönlichen Talenten und Neigungen und dem gesellschaftlichen Bedarf und Mehrwert ist schwer zu eruieren – und diese zentralen Fragen stehen paradoxerweise bei Beratungen oftmals außen vor.

Die Future Essentials geben daher den Raum, sich alleine und in Gemeinschaft auszuprobieren, sich wissenschaftlich und praktisch mit verschiedenen Disziplinen zu befassen und die ARLINA-Kompetenzen zu vertiefen. Zudem stehen Menschen in verschiedenen Meisterschaften als Ansprechpartner:innen zur Verfügung, um neben der Wissensvermittlung auch die Fantasie für das zu öffnen, was alles an Lebens- und Arbeitsbiografien möglich ist.

Die Future Essentials finden auf der Schnittstelle zwischen lokaler haptischer Welt und vernetzter digitaler Welt statt. Während sich die Studierenden online austauschen und gemeinsam Herausforderungen bewältigen, besuchen sie Zukunftsorte in ihren Regionen, stellen diese einander vor und arbeiten tatkräftig dort mit, wo sie einen Beitrag leisten können.

Die Future Essentials können in Voll- oder Teilzeit belegt werden und die Dauer der Teilnahme ist flexibel. Die hier gewonnen credit points werden für die Studiengänge von ARLINA angerechnet, werden jedoch auch unabhängig davon über ein Hochschul-Zertifikat für die Anerkennung an anderen Hochschulen bestätigt.




Studiengang Nachhaltige Ernährung

In kaum einem Thema laufen alle Aspekte von Nachhaltigkeit so zusammen wie zu unseren individuellen und gesellschaftlichen Entscheidungen zum Thema Ernährung. Auf sozialer Ebene spielen hier u.a. körperliche und psychische Gesundheit, Hunger, ungleiche Verteilung des Zugangs zu sicheren und regelmäßigen Nahrungsmitteln eine sehr existentielle Rolle, da Nahrung auf der untersten Ebene der Bedürfnispyramide angelegt ist. Aus Sicht der Umwelt haben wir eine Landwirtschaft und Tierwirtschaft, die maßgeblich an der Ausschüttung von Treibhausgasen, der Erosion des Landes und der Abholzung von Wäldern beteiligt ist, gleichzeitig aber auch die größten Chancen für einen Drawdown (dem Abziehen von CO2 aus der Atmosphäre) bietet. Hinzu kommen u.a. lange Transportwege unserer Nahrungsmittel, der erhebliche Beitrag der Verpackungen zum Plastikmüll und der hohe Wasserverbrauch. Aus wirtschaftlicher Perspektive gibt es im momentanen Ernährungssystem nur sehr wenige Gewinner:innen. Weltweit leiden Bäuer:innen am meisten unter Hunger und Steuergelder finanzieren die Produktion von Viehfutter und nährstoffarmen Grundstoffen für die Fastfood-Produktion.

Doch im Bereich nachhaltiger Ernährung sind die Lösungen größtenteils schon entwickelt und im Vergleich zu vielen anderen nachhaltigen Entwicklungen schnell umsetzbar. Ziel des Studiengangs ist es daher, Ansätze gesunder, sicherer, bezahlbarer, zugänglicher Nahrung für alle Menschen auf unserem Planeten auch in wachsenden Bevölkerungszahlen zu erkunden und mitzugestalten.

Hierzu ist der Studiengang maximal interdisziplinär angelegt, um das gesamte System in den Blick nehmen zu können. Die Absolvent:innen können damit als Vermittler:innen zwischen den Akteur:innen in allen ernährungsrelevanten Branchen aktiv werden und Expert:innen in der Etablierung eines nachhaltigen Gesamtsystems begleiten.


Studiengang Gemeingüterökonomie

Die Welt ist ein untrennbares Ganzes. Ihre Elemente stehen in reziproken Verhältniskomplexen. Derzeitige Wirtschaftssystemen gelingt es nicht an der Fruchtbarkeit, die in diesen Multikausalitäten ruht, mitzuwirken. Damit schaden sie dem Leben, da sie das, was die Erde hervorbringt, verbrauchen. Sie betreiben Raubbau an Ressourcen zum Wohle von Wenigen.

Studierenden des Studiengangs Gemeingüterökonomie ist bewusst, dass Fruchtbarkeit nur aus bedingungsloser Gegenseitigkeit heraus entstehen kann. Sie begreifen die Welt als Allmende, also als Gemeingüterwirtschaft und wollen Anteil am Wandel von Wirtschaftssystemen sein. Hierfür wird ihnen während ihres Studiums Gelegenheit gegeben sich mit den Grundlagen des heutigen Wirtschaftssystems auseinanderzusetzen und diejenigen Variablen zu identifizieren, die deren Transformation vorantreiben. Hierzu gehören Ansätze radikaler Demokratie und Gerechtigkeit, insbesondere mit Hinblick auf die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.



ARLINA Inseln – Gemeinschaftstraining

Wir entwickeln eine 3D-Lebenswelt, in der das komplexe Leben in Gemeinschaften à 120 Personen erlebbar wird. Hier sind alle Studierenden aus allen Programmen beheimatet, doch auch die Teilnahme als externe Person ist möglich. Dies ist besonders empfehlenswert für Menschen, die Gemeinschaften gründen möchten, da die ARLINA-Inseln einen realistischen Trockenversuch ermöglichen. Hier können viele der Fehler in Freude gemacht und Ideen ausprobiert werden, ohne die Gemeinschaft zu gefährden. Die ARLINA-Inseln ist so programmiert, dass reale Daten zugrunde liegen (beispielsweise Wetter, Energiepreise u.ä.), Aktivitäten im echten Leben (z.B. Gemüseanbau) auf der digitalen Insel nutzbar sind und das Wirtschaftssystem sowie das demokratische Miteinander vielfältig änderbar sind. So können kurz- und mittelfristige Konsequenzen von Entscheidungen direkt erlebt werden. Das Besondere: mitten auf jeder Insel gibt es einen „Zurück auf Start“-Knopf, falls sich das Inselleben in eine für die Bewohner:innen unangenehme Richtung entwickelt, können sie wieder von vorne beginnen – so lange, bis Gemeinschaftsleben unter Realitätsnahen Bedingungen den eigenen Ansprüchen genügt.